Von der kleinen Nister
  Das Wesen
 

Den Charakter eines Hundes bezeichnet man im Hunde-Fachjargon als >Wesen<. Die Französische Bulldogge ist nicht nur witzig, sie neigt auch in Stresssituationen immer dazu, die Situation mit ihrer typischen Verspieltheit aufzuheitern, In ihren Kulleraugen und der Mimik, die durch die Falten im Gesicht verstärkt wird, spiegelt sich die ganze Palette der Gefühle wider, die in keinem Hundegesicht sonst so stark zum Vorschein kommt.

Der Bully versteht es, traurige Momente mit seinem Charme umzuwandeln und den Clown zu spielen, sodass man die Sorgen des Lebens vergisst. Was das tägliche Leben angeht, meistert der Bully jede Situation, ist nicht bösartig oder eigen, sondern für alles offen, und das bis ins hohe Alter.

Bullys verstehen es, Momente der Ruhe ausgiebig Faulenzen uf dem Sofa zu nutzen, aber sobald sie merken, dass es etwas Neues gibt, sind sie puicklebendig und machen jeden Blödsinn mit.

Französische Bulldoggen mögen Kinder spielen hingebungsvoll mit ihnen. Ihr niedliches Aussehen und verspieltes Wesen dürfen aber nie darüber hinwegtäuschen, dass auch diese kleinen Wesen echte Hunde mit Bedürfnissen eines Hundes sind und keine Spieltiere aus Plüsch. Den Kindern muss deshalb unbedingt erklärt werden, dass man mit einem Lebewesen respektvoll umgeht und es nicht an den Ohren oder am Schwanz zieht. Bullys sind geduldig, aber allzu raues Spiel wird selbst ihnen irgendwann zu viel! Wenn der Hund durch sein Verhalten zeigt, dass er nun genug vom Spiel hat und lieber in Ruhe gelassen werden möchte, müssen die Kinder das unbedingt verstehen und respektieren lernen. Kleinkinder und Hunde sollten aus diesen Gründen grundsätzlich nicht unbeaufsichtigt miteinander alleine gelassen werden.

Der Bully ist trotz seiner Kleinheit ein sehr guter Wachhund, der zuverlässig meldet, wenn jemand Fremdes das Grundstück betritt. Zum Kläffen neigt er dabei aber nicht. Besonders Rüden sind oft auch sehr mutig und könen angreifen, wenn sie ernsthaft bedroht werden.

Wenn sie als Welpen gut sozialisiert wurden, das heißt möglichst viele positive Erfahrungen mit anderen Menschen und Tieren gemacht haben, vertragen sich Bullys auch mit anderen Haustieren wie zum Beispiel Katzen. Natürlich müssen beide erst vorsichtig und unter gutem Zureden miteinander bekannt gemacht werden. In der Regel fügt sich dann der Bully problemlos in die Familie mit all ihren zwei- und vierbeinigen Mitgliedern sein!